Feinstaub in Graz

Graz -eine der Feinstaub-Hochburgen Österreichs

Graz gehört neben Wien, Linz und der südlichen Steiermark zu den Gebieten mit der höchsten Feinstaubkonzentration Österreichs. Seit Jahren werden daher Möglichkeuten diskutiert, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Das Umweltamt der Stadt Graz versucht nun mit einem eigenen Internetauftritt, den Bürgerinnen und Bürgern die Luftqualität in ihrer Stadt transparent zu machen und ihnen gleichzeitig praktische Tipps für den Alltag zu geben. Unter http://www.oekostadt.graz.at/cms/ziel/1343800/DE/ bietet das Referat für Luftreinhaltung und Chemie zum Beispiel eine virtuelle Feinstaubampel sowie aktuelle Luftgütedaten oder ein Emissionskataster.

Wer trägt maßgeblich zur Feinstaubbelastung bei?

Feinstaub durch Heizungen

Hauptverursacher einer erhöhten Feinstaubbelastung sind der Straßenverkehr, der Hausbrand mittels alter Holz- oder Kohleöfen sowie Industrieanlagen. Eine gravierende Verbesserung der Feinstaubwerte kann vor allem durch Maßnahmen zur Verringerung von Emissionen erreicht werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Feinstaubbelastung in Graz zu senken?

Die Stadt Graz hat sowohl Beschränkungszonen für Raumheizungen als auch zahlreiche weitere mittel- und langfristige Maßnahmen in den letzten Jahren beschlossen (siehe Maßnahmenkataloge zur Feinstaubbelastung des Gemeinderats der Stadt Graz). Ab 1. Februar bzw. 1. März dieses Jahres wird eine für Österreich beispiellose Neuregelung in Graz eingeführt: Alle Taxis und Lastkraftwagen, die nicht den Abgasnormen entsprechen, erhalten ab diesen Stichtagen ein Fahrverbot. Dieses Fahrverbot ist Bestandteil eines 14-Punkte-Programms.
Aber auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt könnten zur Verbesserung der Luftqualität beitragen, indem sie häufiger auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Der Blick über die Stadtgrenze: Was passiert außerhalb von Graz in Sachen Luftqualität?

Eine neue Möglichkeit, den Feinstaub in der Luft zu binden, wird derzeit im Rahmen eines Projekts der EU in Klagenfurt erprobt. Dort wird eine Mischung aus Kalkstein und Essigsäure auf die Straßenbeläge aufgebracht. Mit diesem Feinstaubkleber soll eine Feinstaubreduktion um etwa 30 % erreicht werden. Die auf dem Straßenbelag haftende Flüssigkeit soll das durch Fahrzeuge verursachte Aufwirbeln von Staubpartikeln verhindern und so die Luftqualität verbessern.

Bildquellenangabe: Daniel Bleyenberg / pixelio.de

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